Die Schöpfung klingt im Frühlingsreigen, und wir stimmen jubelnd ein, preisen unseren lebendingen Gott zur Eröffnung unser Ostergemeinschaft im Dorfgemeinschaftshaus Heyen. Zwischen den Liedern teilen wir uns mit, wofür wir Jesus dankbar sind und feiern anschließend das Abendmahl.

Draußen leuchten auf den Wiesen die gelben Blüten des Löwenzahn im Sonnenschein. Auf wunderschöne Weise versinnbildlicht er mit dem Vergehen der Blüte und dem Werden zur Pusteblume, dass Tod die Voraussetzung für neues Leben bedeutet. Die einzelne Blüte vervielfältigt sich nach dem Verblühen über ihre große Anzahl fliegender Samenschirmchen. Der Löwenzahn kann sich nur verbreiten, indem etwas Altes stirbt, gibt dabei jedoch seine DNA weiter.

Dieses Prinzip entdecken wir bei unserem Blick nach oben im Bibeltext des 2. Korintherbriefes, im Kapitel 5 wieder. Dort nehmen wir die Verse 14 bis 21 genau unter die Lupe und schauen, was Jesus getan hat und was daraus für uns Menschen folgt.

Im Vers 14 lesen wir, dass die Liebe von Christus der Antrieb allen Handelns sein soll. „Und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, die leben, nicht länger für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und zu neuem Leben erweckt worden ist.“ (Vers 15).

Jesus hat aus Liebe an Karfreitag sein Leben für uns gegeben, um Ostern durch Gottes Kraft aufzuerstehen und ein neues, ewiges Leben als Christus zur Rechten Gottes zu haben.

Dies überträgt Paulus in Vers 17 auf die Nachfolger Jesu, wenn er schreibt: „Vielmehr wissen wir: Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!“

Dieser Neuanfang zwischen Gott und uns Menschen ist nur Dank der Versöhnung durch Jesus Christus möglich. Durch seinen Opfertod hat Jesus uns mit Gott versöhnt und wieder in Verbindung gebracht. In Vers 19 werden die Folgen für uns Menschen aufgezeigt: „Ja, in der Person von Christus hat Gott die Welt mit sich versöhnt, sodass er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnet; und uns hat er die Aufgabe anvertraut, diese Versöhnungsbotschaft zu verkünden.“

Wir sind also für Gottes Augen mit Jesus gestorben und auferstanden, sodass uns unsere Schuld nicht länger angekreidet wird, ohne dass wir selbst dafür etwas tun mussten, außer zu glauben. Von diesem Frieden mit Gott, dürfen und sollen wir anderen Menschen als seine „Gesandten“ (Vers 20) erzählen.

Denn – Gott liebt gelb strahlende Wiesen voller Löwenzahn!

Bei unserem Blich nach vorn, haben wir darüber nachgedacht, wie der Text sich auf uns auswirken sollte. In unseren Leben haben wir bereits das Werk Gottes, die Versöhnung und den Frieden, erlebt. Es sind die Zeichen Gottes unendlicher Liebe für uns Menschen. Diese zeigt Gott jedem auf individuelle Weise und in unterschiedlichsten Situationen.

Bewahren wir diese besonderen Momente der Liebe zwischen uns und Gott bewusst im Herzen, wird die Dankbarkeit für das, was uns Ostern bedeutet, niemals nachlassen. So möge die Liebe Christus auch für uns immer mehr der Antrieb allen Handelns werden.

Bei dem anschließenden gemeinschaftlichen Essen haben wir das schöne Wetter und die Gemeinschaft genossen. Die Kinder konnten dabei ausgiebig auf dem Spielplatz ausgelassen spielen.